Dienstag, 2. Juli 2013

Oberste Priorität .

Im Sonnenuntergang beginnen wir mit den letzten Seiten unseres ersten großen Kapitels. Das erste Kapitel, dass mit dem ersten großen Ziel endet.


Und wir stehen da, kurz vorm Umfallen. Voller Erschöpfung zittern unsere Beine, unsere Arme, unsere Finger. Wir sind fast am Ende unserer Kraft, haben versucht so viel wie möglich zu geben, es so gut wie möglich zu machen, weil es nun seit einem Jahr schon um die Sache ging, die wir nur einmal machen würden. 
Wir wissen, dass es jetzt drauf ankommt, wie wir unsere Prioritäten setzen und das vor allem nach den paar Wochen der Regenerierung.
Die erste Hälfte ist geschafft - Halbzeit, Bergfest. Es war nicht einfach und es war ein ziemlicher Umstieg gegenüber den Jahren zuvor, das haben wir alle schmerzlich zu spüren bekommen. Jetzt ging es darum, wie wir - jeder einzelne von uns, damit umgehen konnten. Ist man resigniert, frustriert, festgefahren, so kommt man nicht weiter. Es hilft einem Nichts, die Meinung anderer zu verlangen, auf Hilfe von Außen zu hoffen. Es gilt das zu tun, was die "Obrigkeit" genaustens erwartet. Man darf geschockt gewesen sein, von diesem plötzlichen Sturz von den einst so hohen Rängen, doch nach dem Schock musste man sich entscheiden. Und der bessere Weg mag es gewesen sein, dass man versucht hat, sich den hohen Maßstäben und Erwartungen zu fügen oder wenigstens etwas anzupassen. Wir kommen nicht weiter, wenn wir uns nur anhören, was wir falsch gemacht haben. Wir kommen nur weiter, wenn wir genau hinhören, wenn wir hören wollen wie wir es richtig machen können, es uns annehmen wollen um unsere Lage zu verbessern. Es ist schade, dass nicht jeder das begriffen hat, weil unser Abi eine einmalige Sache sein wird, die wir nicht nochmal später verbessern können. Doch egal, wie man gearbeitet hat, ob nun gegen oder mit dem Lehrer, wir haben alle gearbeitet. 
Uns Mühe gegeben. Manche mehr, manche weniger. Aber wir haben hart gearbeitet.

Wir sind uns mittlerweile alle einig: WIR BRAUCHEN DRINGEND FERIEN!!! Weil wir geschafft sind. Weil es das ist, worauf man sich wirklich freuen kann. Abschalten. Genießen. 
Wir alle wissen, dass das was danach kommen wird noch extremer sein wird. Aber wir können uns Mut machen indem wir uns sagen, dass es nur noch dieses eine Jahr ist. Noch einmal durchatmen. Noch einmal Kraft tanken und dann: Endspurt. Noch einmal werden wir alles geben müssen. Vielleicht auch das erste mal in unserem Leben - wirklich ALLES geben. Noch einmal zusammenreißen. Noch einmal alles andere in den Hintergrund rücken und die Augen fest auf das Ziel richten.
Vielleicht mach ich es dramatischer als es ist. Aber ich kenne mich und ich weiß, dass es für mich so sein wird. Druck. Stress. Ein brennender Kopf. Alle Mühen und Kräfte aufbringen um das Beste aus mir herauszuholen. Um das zu packen, worauf ich jahrelang hingearbeitet habe. 
Für diese eine Sache: Meine Zukunft.


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