Ist es die Bosheit des Lebens, uns immer wieder solche Fallen zu stellen? Oder ist es Schicksal? Ist es Gott, oder ist alles reiner Zufall? Wieso fühlen wir uns oft so von der Welt hintergangen und irgendwie für dumm verkauft? Soll das ein Aufbauprogramm sein, bei dem wir Schritt für Schritt lernen, wie wir uns zu verhalten haben, wenn eine Intrige aufgedeckt wird? Oder sollen wir in die Falle tappen, um uns anderen Menschen viel vorsichtiger und nicht so schnell zu zeigen? Sollen wir denn irgendwann nur noch Misstrauen und Angst hervorbringen können?
Wieso gibt es Menschen, die es permanent ausnutzen, dass man gut zu ihnen ist und dass man sich ihnen zeigt? Warum benutzt so mancher Mensch das Vertrauen eines kleinen Kätzchens, um es dann doch zu packen und in einem Fass zu ertränken?
Wie kann man nur so sein?
Wieso gibt es Menschen, die einem gegenüber unehrlich sind, obwohl sie genau wissen, dass man es nie verdienen würde? Wir lassen uns von solchen Menschen, denen, den wir vertrauen und die dieses missbrauchen, immer wieder unterkriegen. Wir lassen uns von ihnen schlagen, treten, foltern. Wir lassen es über uns ergehen, weil wir wollen, dass alles schnell wieder gut wird und alles so wird, wie vorher. Weil wir nicht glauben wollen, dass die Falle zugeschnappt hat und dass wir ausgenommen wurden, ohne dass wir uns hätten wehren können. Und irgendwann haben wir keinen Mut mehr, uns neuen, anderen Menschen zu zeigen. Weil die Leute vorher alles Vertrauen, in die Allgemeinheit der Sache geraubt haben.
Aber irgendwann muss auch einer der vielen Tritte und Stiche ins Gesicht und in den Bauch, der letzte sein. Irgendwann darf man sich nicht mehr unterordnen! Wir müssen aufpassen, wem wir vertrauen und wem nicht. Dürfen uns nicht niedertreten lassen, wenn wir merken, dass alles nur halbe Sache war und dass wir belogen wurden. Wir dürfen nicht zulassen, dass uns solche Sachen Angst machen. Müssen die, die uns wehtun liegen lassen. Wir dürfen keinen Blick zurück werfen und niemandem eine Träne nachtrauern, der es nicht wirklich wert ist. Wir müssen uns sagen, -befehlen - dass wir wegen einem Menschen, der uns weh getan hat, nicht unser Selbst verlieren sollen. Denn anders zu werden, nur weil etwas schiefgelaufen ist, nur weil jemand das gute in einem ausgenutzt hat, das ist es wirklich nicht wert. Es wird Menschen geben, die einen schätzen werden, die einen behüten und es nicht ausnutzen werden, dass man sich ihnen öffnet. Menschen, die ehrlich zu einem sind. Auch, wenn man bis dahin noch in viele Fallen geraten wird.
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