"Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? Vielleicht dein Lebensglück...
Vorbei, verweht, nie wieder."
- Kurt Tucholski - Augen in der Großstadt -
Was war das? Vielleicht dein Lebensglück...
Vorbei, verweht, nie wieder."
- Kurt Tucholski - Augen in der Großstadt -
Du siehst so viele Augen, Tag für Tag. Einmal mehr, einmal weniger. Ein Fluss, der sich verschwommen durch dein ganzes Leben zieht. So viele Blicke, so viele Gesichter. Schöne Gesichter, hässliche Gesichter. Traurige, freudige, zufriedene, gestresste, argwöhnische, schläfrige, aufgebrachte, amüsierte, tiefgründige, oberflächliche Blicke. Manche Augen bleiben für ein paar Stunden in deinem Gedächtnis, doch die meisten nimmst du gar nicht war, vergisst sie sofort, siehst sie nie wieder.
Doch manchmal kommt es vor, dass sich dein Blick mit einem anderen trifft.
Nur kurz kreuzen sie sich. Beide sind erschrocken, sehen schnell weg und tun so, als ob der Andere auch nur zum Strom der vielen Augen gehört, an denen man vorbeischaut. Doch irgendetwas treibt beide dazu, noch einmal den Blick des Anderen zu suchen und so treffen sie sich ein zweites und ein drittes Mal. Und jedes mal wandern die Blicke schnell und verschämt weiter. Keiner von beiden kann sich sicher sein, dass es nicht doch nur Zufall ist. Und so schweigen die Blicke, bis einer von beiden die Bahn verlässt.
Und doch muss jeder der Beiden die letzte Chance nutzen um zu sehen, ob es nun Zufall ist oder nicht. Und ein letztes Mal treffen sie sich, die Blicke. Und für einen kurzen Moment bleibt die Erde stehen. Der Eine hält den Blicken des Anderen stand, und dieser denen des Einen. Ein langer Blick. In ihm liegt Tiefe und etwas Fragendes, vielleicht auch Erwartung und auch ein wenig Traurigkeit. Und die Bahn fährt davon, mit den Augen des Anderen und du gehst in die entgegengesetzte Richtung davon.
Sonst vergisst du jedes Gesicht, jedes Augenpaar, welches deine Wahrnehmung streift. Aber diesmal wirst du es nicht los, das Gefühl, dass du etwas verloren hast, bevor du es überhaupt gewonnen hattest. Du wirst diesen Blick nicht vergessen, er wird in deiner Erinnerung bleiben. Vielleicht kannst du darauf hoffen, dass man sich "immer zweimal im Leben" sieht, vielleicht aber auch nicht und dein vielleicht größtes Glück ist dir vor deiner Nase weggefahren.
Doch manchmal kommt es vor, dass sich dein Blick mit einem anderen trifft.
Nur kurz kreuzen sie sich. Beide sind erschrocken, sehen schnell weg und tun so, als ob der Andere auch nur zum Strom der vielen Augen gehört, an denen man vorbeischaut. Doch irgendetwas treibt beide dazu, noch einmal den Blick des Anderen zu suchen und so treffen sie sich ein zweites und ein drittes Mal. Und jedes mal wandern die Blicke schnell und verschämt weiter. Keiner von beiden kann sich sicher sein, dass es nicht doch nur Zufall ist. Und so schweigen die Blicke, bis einer von beiden die Bahn verlässt.
Und doch muss jeder der Beiden die letzte Chance nutzen um zu sehen, ob es nun Zufall ist oder nicht. Und ein letztes Mal treffen sie sich, die Blicke. Und für einen kurzen Moment bleibt die Erde stehen. Der Eine hält den Blicken des Anderen stand, und dieser denen des Einen. Ein langer Blick. In ihm liegt Tiefe und etwas Fragendes, vielleicht auch Erwartung und auch ein wenig Traurigkeit. Und die Bahn fährt davon, mit den Augen des Anderen und du gehst in die entgegengesetzte Richtung davon.
Sonst vergisst du jedes Gesicht, jedes Augenpaar, welches deine Wahrnehmung streift. Aber diesmal wirst du es nicht los, das Gefühl, dass du etwas verloren hast, bevor du es überhaupt gewonnen hattest. Du wirst diesen Blick nicht vergessen, er wird in deiner Erinnerung bleiben. Vielleicht kannst du darauf hoffen, dass man sich "immer zweimal im Leben" sieht, vielleicht aber auch nicht und dein vielleicht größtes Glück ist dir vor deiner Nase weggefahren.
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