Dienstag, 29. Mai 2012

Nach dem Fall?








 

Ist es normal, Dinge ohne Angst zu tun, vor denen man eigentlich welche haben sollte? Und, dass man danach ganz plötzlich vor Dingen Angst hat, die im Grunde nicht halb so Angsteinflößend sind wie die Dinge, vor denen wir tatsächlich Angst haben sollten, es aber nicht tun. Es ist eine Verdrehung. Ist das normal? Ich bezweifle das.
Es ist nicht normal, wenn man das erste Mal an einer Klippe steht und fast vollkommen Angstfrei in die Tiefe springt. Es ist nicht normal, wenn Einen nach dem Sprung plötzlich die Angst überkommt, dass der Boden zu steinig sein könnte, auf dem man nachher sein Zelt aufschlagen will, um zu übernachten und, dass es unbequem werden könnte. Warum überstehen wir nur manchmal die größten Dinge ohne Angst und danach, wenn es so gut wie nichts mehr zu befürchten gibt, schleicht sich die Angst in unsere Köpfe und beschert uns - doch wichtige, aber im Grunde viel irrelevantere, angstvolle Gedanken, die uns in den Wahnsinn treiben.

Warum kommt die Angst manchmal erst nach dem Fall, wenn alles schon vorbei ist?  

Wir stellen uns Fragen, auf die wir keine Antworten wissen. Wir spinnen Fäden in unseren Köpfen und denken und denken. Anstatt uns gut zu fühlen in der Sache, die wir gerade überstanden haben, beschäftigen wir uns mit anderen, viel kleineren Dingen.
Ob unsere Gedanken und unsere gesponnenen Fäden wirklich real werden können? Ob unsere lächerlichen Ängste, in den kleinen einfachen Dingen irgendwo begründet sind? Ich denke schon. Ja, ich denke schon.
Jeder Mensch, der weiß, wie sich so etwas anfühlt wünscht sich, genau solche Ängste nie bestätigt zu bekommen. Weil vermutlich aus diesen kleinen unbedeutenden Gedanken, wenn sie sich doch bewahrheiten - und das ist meist ziemlich unwahrscheinlich - ein übergroßes Problem werden könnte, dass uns auf die Knie zwingt. Unwahrscheinlich, aber möglich.
 



Positiv Denken.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen