Dienstag, 8. April 2014

Wings .




Schon immer dieser Traum vom Fliegen. Einmal nur das Gefühl der Schwerelosigkeit haben. Einmal nur den Boden verlassen und in die Höhe steigen. Einmal Fliegen aus eigener Kraft.
Wir haben diesen Traum. Schon immer. Selbst im Schlaf träumen wir, dass wir durch reine Willenskraft durch Räume schweben können. Obwohl wir schon längst wissen, dass das nie funktionieren kann, geben wir diesen Traum nicht auf.
Was wir aber immer übersehen ist, dass wir eigentlich doch andauernd fliegen. Wir fliegen wenn wir nach langer Zeit und Arbeit endlich unser Ziel erreichen. Wir fühlen uns schwerelos und über allen Himmeln wenn wir uns verlieben. Wir beginnen schon zu schweben wenn der erste Sonnentag im neuen Jahr anbricht. Es gibt so vieles, was uns Flügel verleiht. Es ist die Musik die sich mit heißer Luft und Ethanol vermischt. Es ist die bröcklige Farbe, die wir bald in den Wind hoch werfen werden. Es ist die Stimmung, wenn wir abends im Zelt bei Lichterkettenschein zusammen liegen und uns Geschichten erzählen. Es ist das unbeschwerte Lachen, wenn wir mitten in der Nacht bei kühler Brise durch die leere Großstadt laufen um den Weg nach Hause zu finden. Es ist die Farbe der Iris, die Iris des einen ganz besonderen Augenpaares. All das haucht uns eine endlose Fülle von Glück ein. Ein Glück das uns einen Höhenflug schenkt. Und wir? Wir träumen immer noch vom Fliegen. Keiner hat gemerkt, dass das Fliegen nicht unbedingt nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten das sein muss, woran wir beim Wort 'Fliegen' zuerst denken. Zu fliegen kann so viel mehr bedeuten als das Nichts zwischen dem Erdboden und einem selbst.


Fliegen ist Leben. Leben ist Fliegen.


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