In unserem Leben scheint es immer einen Weg zu geben. Einen Weg, der klar und deutlich zu erkennen ist, vielleicht mit einigen Abzweigungen und Kurven. Trotzdem ist es als Weg zu erkennen.
Man kann Pläne schmieden, Prioritäten setzen, sich die, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Zukunft ausmalen und kann so sein Denken und Handeln darauf ausrichten und damit vereinbaren.
Manchmal gibt es aber keinen Weg. Manchmal merkt man, dass es völlig zwecklos ist, über Dinge nachzudenken, die doch eigentlich von so großer Bedeutung sind und bei denen man tausend Gedanken im Kopf hat. Man merkt, dass es sinnlos ist sich festzulegen, Vereinbarungen mit sich selbst zu treffen und zu entscheiden, was man will und was nicht. Denn all die Pläne, die man sich für verschiedene Situationen gebaut hat werden plötzlich in einer wahrhaften Situation einfach über Bord geworfen. Es ist völlig egal, was man sich für Gedanken macht und wie man versucht in die Zukunft zu blicken, denn in manchen Dingen kann man absolut nichts voraussehen und sich auf nichts vorbereiten.
Man steht manchmal in gewisser Maßen in einem Sumpf. Er wird von dicken Nebelschwaden belagert und man kann höchstens einen halben Meter weit sehen. Man weiß nicht in welcher Richtung das Ende des Sumpfes liegt. Hier wäre es genauso sinnlos stundenlang darüber nachzudenken in welche Richtung man am Besten den ersten Schritt macht, um an das Ende zu gelangen.
Oder man steht mitten in einem Labyrinth. Man steht da und blickt auf hundert verschiedene Wege und Eingänge. Man kennt den Richtigen nicht und auch hier wäre es verschwendete Zeit über die Wahl des Weges nachzudenken.
In solche Phasen sollte man einfach nicht mehr grübeln, weil es so oder so nie so kommen wird, wie man es erwartet hätte. Man kann nichts planen. Man kann sich auf nichts vorbereiten und auf nichts hoffen oder an nichts glauben. Man kann und sollte sich einfach treiben lassen. Man sollte Dinge zulassen und sie passieren lassen. Man sollte nichts aufhalten, aber auch nichts für etwas tun. Man sollte nicht selbst entscheiden sondern das Leben und die Zeit entscheiden lassen und sich auf den Moment konzentrieren und das Beste aus ihm machen.
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